Generalkapitel
Tägliche Zusammenfassung
1. Woche
2. Woche
3. Woche
26. März - 14. Tag des Kapitels
27. März - 15. Tag des Kapitels
28. März - 16. Tag des Kapitels
29. März - 17. Tag des Kapitels
30. März - 18. Tag des Kapitels
31. März - 19. Tag des Kapitels
26. März – 14. Tag des Kapitels
Die Schulschwestern des hl. Franziskus haben ein neues Internationales Leitungsteams gewählt, dessen Amtszeit am 1. Juli 2006 beginnen wird. Das neue Leitungsteam wurde am Sonnabend, den 25. März gewählt, und das Wahlergebnis wurde offiziell während einer feierlichen Vesper in der Kapelle des Mutterhauses bekannt gegeben.
Das Leitungsteam wurde von den Delegierten aller fünf Provinzen der Schulschwestern des hl. Franziskus in den Vereinigte Staaten, Lateinamerika, Nordindien, Südindien und Europa gewählt.
Das neue Leitungsteam besteht aus folgenden Mitgliedern:
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Schwestern Patricia, Arlene, Rita und Kathleen |
Schwester Kathleen Kluthe
Schwester Patricia Baier
Schwester Arlene Woelfel
Schwester Rita Eble
Um ein Kurzporträt dieser Schwestern zu lesen, klicken Sie bitte auf „Wer ist anwesend“ auf der Seite „Internationale Veranstaltungen“, oder einfach auf den folgenden Link: http://www.sssf.org/german/germ-aboutGAAttending.shtml.
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27. März – 15. Tag des Kapitels
Nach der wohlverdienten Sonntagsruhe trafen die Delegierten sich heute, um die Richtlinien der Kongregation weiterhin zu besprechen. Die Schwestern der Lateinamerikanischen Provinz (ULAF) leiteten das Morgengebet. Schwester Carmen Romero sagte: „Wir möchten unserer Dankbarkeit Gott gegenüber für die Erlebnisse der vergangenen Wochen Ausdruck geben. Wir haben dafür Symbole gewählt, die je eine Schwester aus jeder Provinz zur Mitte bringen wird“. Schwester Juana Hernándes brachte Weihrauch, als sie zur Josefshalle kam. Andere Schwestern brachten Kerzen, eine Bibel, Sandalen, ein Exemplar von Antwort im Glauben, und eine holzgeschnitzte Figur Jesu und legten sie in die Mitte auf den Fußboden. Schwester Toni Gradisnik, die Vorsitzende am heutigen Tag, sagte: „Wir danken Gott für alles, was bis jetzt im Generalkapitel geschehen ist und was weiterhin geschehen wird“. 
Schwester Toni bestätigte erneut, dass der Sonnabend ein wunderbarer Tag war mit der Bekanntmachung des neuen Leitungsteams während der feierlichen Vesper. Danach feierten die Schwestern im Speisesaal bei einem Empfang.
Am Vormittag arbeiteten die Delegierten in Provinzgruppen und überprüften die Entwürfe über die entscheidenden Fragen Fragen. Am Nachmittag trafen die Delegierten sich in Interessensgruppen und besprachen die Rückmeldungen, die sie aus den Provinzgruppen erhielten. Diese Beiträge sollen weiterhin in die Schreiben eingefügt werden, um die Richtlinien der Kongregation formulieren zu helfen.
Die Delegierten verbrachten den Abend im Alverno College, wo sie zum Abendessen eingeladen waren und wo die Schulschwestern, die im Alverno College studieren, ihnen zu Ehren eine Vorführung darbrachten.
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28. März – 16. Tag des Kapitels
Schwester Enelly Ortiz aus der Lateinamerikanischen Provinz (ULAF) hieß alle zur Arbeit an diesem Tag willkommen. Die Schwestern der US Provinz begannen das Morgengebet mit der Einladung zu einem indischen Gruß mit leicht geneigtem Kopf und mit den Fingern zum Himmel zeigend - namaste. Schwester Felicia Wolf erinnerte die Delegierten daran, dass unser Körper mindestens zu 70 % aus Wasser besteht. „Wenn wir einander mit Wasser segnen, dann segnen wir uns selbst und alle, die mit uns verbunden sind”, sagte sie. Das Gebet wurde mit einem Ritus fortgesetzt, bei dem jede Schwester eine andere Schwester mit Wasser segnete.
Die Schwestern dankten Schwester Jane Russell aus der US Provinz, einer Nominierten zum Internationalen Leitungsteam, die heute die Gruppe verließ. Mit segnenden, ausgestreckten Armen sangen die Schwestern in drei Sprachen für sie.
Prozessbegleiterin Schwester Pauline McGrath bat die Delegierten, die Punkte für die Verhaltensweise für die Zeiten von Austausch und Zuhören an den Tischen neu zu überprüfen - eine wichtige Übung für erfolgreiche Kommunikation. Schwester Bridget Ehlert erklärte die drei Ziele für den heutigen Tag: die Wahl von Verfassungsgruppe, Konsensaufbau für den dritten Entwurf der entscheidenden Fragen, und das Format der Richtlinien für die Zukunft. Am Vormittag sprachen die Schwestern über das Fördern von internationalen Verbindungen in allen Provinzen und die Verstärkung der Internationalität.
Nach dem Mittagessen wurde ein Gruppenfoto gemacht, bevor die Delegierten dann ihre Diskussionen für die Erstellung der Richtlinien fortsetzten. Man schenkte der Macht des Wortes große Aufmerksamkeit, als Schwester Bridget die Gruppe fachkundig durch den Konsensaufbau führte. Die Delegierten sprachen über wichtige Begriffe, wie zum Beispiel ihre eigene Selbstausbildung, Ausbildung innerhalb der Kongregation, sowie Erziehung, Eintreten für, und in die Gesellschaft nach außen reichende Aktivitäten für die wichtigen Punkte Frieden, Gerechtigkeit, die Umwelt und Franziskanische Spiritualität.
Nach der Ratifizierung jeder entscheidenden Frage drückten die Delegierten jeweils den Mitgliedern der einzelnen Interessengruppen ihren Dank für die schwere Arbeit aus.
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29. März – 17. Tag des Kapitels
Schwester Lisieux Maria Madhavappally aus der St. Francis-Provinz scherzte zum Willkommen der Delegierten am Morgen: „Heute scheint die Sonne nicht ... das ist ein guter Tag zum Arbeiten.“ Der Tag war wolkig und kühl,
und man konnte sich während des Tages gut auf die Aufgaben konzentrieren, die noch in den letzten Tagen des Generalkapitels zu bewältigen sind. Die Schwestern der Assisi-Provinz aus Südindien leiteten das Morgengebet und gedachten der Anfänge der Kongregation und der schweren Arbeit und des Dienstes der Gründerinnen. Das Evangelium wurde in den drei Sprachen gelesen, und die Schwestern zeigten wie der Samen gesät wurde und wuchs. Eine Schwester las die Worte: „Ich bin überzeugt, dass unser Apostolat als Schulschwestern des heiligen Franziskus weiter wachsen und blühen wird“. Die Namen der Kongregation und jeder Provinz wurden nach vorn getragen und auf ein Banner mit einem großen Baumstamm mit Ästen gelegt.
Schwester Lisieux Maria gab zu, dass die Tage schnell zu Ende gehen, dass die Gruppe viel Gutes fertig gebracht hat, zum Beispiel die Wahl eines neuen Leitungsteams und den Abschluss des Entscheidungsfindungsprozesses.
Prozessbegleiterin Schwester Bridget Ehlert skizzierte die Arbeit des heutigen Tages: klarzustellen was Antwort im Glauben über die Ausschüsse des Generalkapitels aussagt (um die Delegierten für die Wahlen von Komitee Mitgliedern vorzubereiten); zurückzugehen zu allen Berichten und zu prüfen, ob dem Generalkapitel Änderungen vorgeschlagen wurden, die noch nicht besprochen wurden, und in Diskussionen innerhalb der Provinzgruppen zu planen, wie die Ergebnisse des Generalkapitels weitergegeben werden können.
Schwester Erna Maria Zimmerer und Schwester Toni Gradisnik erinnerten an Diskussionen über Aufgaben, Vorgehensweisen und Qualifikationen für Ausschussmitglieder. Sie wiesen hin auf das, was vorher über die nötigen Talente und Fähigkeiten gesagt worden war, um erfolgreich im Organisationskomitee, dem Finanzausschuss und dem Leitungsausschuss mitzuarbeiten. Die Zeit wurde auch benutzt, um zu besprechen, wie Schwestern für die einzelnen Ausschüsse vorgeschlagen werden können.
Nach dem Mittagessen wurden die Delegierten zu einem Südafrikanischen Tanz mit dem Titel „Schöner Berg“ eingeladen. Schwester Pauline McGrath ermunterte alle, sich als Bergsteiger zu sehen, und miteinander zu klettern. Sie sagte: „Wenn Sie die Spitze des Berges erklommen haben, dann schauen Sie, was für ein Geschenk Sie erhalten und welche Gnade Sie brauchen. Nehmen Sie sie an, und teilen Sie sie mit einer anderen Person“.
Am Nachmittag wurden Vorschläge besprochen, die vorher noch nicht klargestellt worden waren, einschließlich die Überprüfung von Antwort im Glauben zum 20. Jahrestag; das Schreiben der Geschichte der Kongregation seit 1950, und Überprüfung des Ausschusses für den Benennungsprozess.
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30. März – 18. Tag des Kapitels
Als Schwester Anna Maria Weinmann aus der Europäischen Provinz das Morgengebet begann, sagte sie: „Heute Morgen werfen wir einen Blick auf die Plätze, von denen wir kommen und auf die Schwestern, mit denen wir leben und arbeiten. Jede Schwester ist ein Licht, und wir bringen auch Licht aus dem Generalkapitel zurück zu den Schwestern. Wir sind in einem Licht vereinigt - in Jesus, unserem Licht und unserer Hoffnung."
Schwester Mary Ann Meyer führte den Vorsitz und machte uns darauf aufmerksam, dass heute der vorletzte Tag des Kapitels war. Zum Tagesplan gehörten einige Punkte, zu denen die Schwestern ihre Stimme abgaben und Satzungen sowie Satzungsänderungen von verschiedenen Provinzen billigten. Sie billigten auch eine Änderung zu einem Zusatzrecht in Antwort im Glauben.
Die Delegierten besprachen das Schreiben eines Geschichtswerkes der Schulschwestern des heiligen Franziskus von 1950 bis heute. Sie sprachen von der Wichtigkeit, die Geschichte einzufangen, und wie das von Provinz zu Provinz getan werden könnte. Sie bekräftigten, dass das Unternehmen eines solchen Projektes „... ein guter Weg der Zusammenarbeit bei der Erstellung einer Geschichte“ wäre, und sie gaben zu, dass nicht alle neuen Mitglieder auf der Welt diese Geschichte kennen, einschließlich der Auswirkungen des zweiten Vatikanischen Konzils in der Kongregation.
Die Empfehlungen über den Benennungsprozess wurden auch heute besprochen. Die „Synthese-Gruppe“ arbeitete beim Mittagessen, um den Wortlaut der Richtlinien des Generalkapitels klar zusammen zu stellen. Nach dem Mittagessen planten die Delegierten in den verschiedenen Provinzgruppen, wie sie die Ergebnisse des Generalkapitels in ihre Provinzen bringen wollten. Vertreterinnen der Provinzen stellten viele Ideen vor, wie die Botschaft in den nächsten Monaten heimgebracht werden könnte, zum Beispiel in Rundschreiben, Treffen, Briefen, E-Mail Nachrichten, Fotos, Power-Point-Präsentationen, Treffen von kleineren Gruppen, Pressemitteilungen und Vorträgen in Konventen und Provinzkapiteln.
Außer den Besprechungen und Sitzungen möchten die Delegierten auch andere Aspekte des Generalkapitels mit den Schwestern teilen. Sie schätzten auch die geselligen Zeiten, besondere Liturgien, Geburtstagsfeiern, Besuche in Milwaukee, und sie sagten, dass sie diese Erfahrungen auch weitergeben wollten. Einige Schwestern erwähnten, dass sie neue Fertigkeiten des „Zuhörens und Austauschens“ gelernt hatten bei den Sitzungen, und Leitungsfähigkeiten für den Prozess der Entscheidungsfindung gelernt hatten. Diese werden ihnen auch in ihren Provinzen zugute kommen.
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31. März – 19. Tag des Kapitels
Das Generalkapitel 2006 wurde heute abgeschlossen. Schwester Kate Brenner, die das Morgengebet der US-Provinz führte, meinte: „Während der vergangenen Wochen waren wir Licht für einander und für die am stärksten Betroffenen auf der Welt“. Zu den praktischen Angelegenheiten des Tages gehörten die Entscheidungsfindung und die Wahl der Mitglieder des Organisationskomitees für das nächste Generalkapitel im Jahre 2010; die Entscheidungsfindung bezüglich der Mitglieder anderer Ausschüsse; eine Bewertung des Generalkapitels und seine Schließung. Am Abend fand dann die Abschlussliturgie in der Josefskapelle statt.
Was die Delegierten nach drei Wochen gewissenhafter Arbeit mit nach Hause nehmen ist mehr als nur die greifbaren Berichte und das Protokoll der Sitzungen. Die Delegierten schlossen neue
Freundschaften und Beziehungen und lernten sich gegenseitig in verschiedenen Situationen kennen: beim gesellschaftlichen Beisammensein, durch gemeinsames Gebet bei multikulturellen Gottesdiensten, bei Mahlzeiten, bei Gesprächen in den Gängen und Gesellschaftsräumen, und bei gemeinsamen Ausflügen in Milwaukee. Die Einheit und der Austausch wurden sowohl durch den offiziellen Dialog als auch bei Spaziergängen im Garten des Mutterhauses sowie bei Geburtstagsfeiern und anderen besonderen Gelegenheiten unterstützt. Eine Delegierte erzählte, wie viel ihr diese informellen Gespräche bedeuteten, und dass sie einen bleibenden Eindruck auf ihr hinterlassen haben.
Wie bei anderen großen Treffen dieser Art gab es beim Generalkapitel auch Augenblicke, wo die Kapiten frustriert und angespannt waren. Die Sitzungen, die an 19 Tagen und Abenden stattfanden, mit nur zwei freien Tagen, erforderten von den Teilnehmerinnen Anpassungsfähigkeit, Kompromissbereitschaft, Aufrichtigkeit, sowie volles Engagement beim Austausch und Zuhören.
Die Schwestern werden ihre Erfahrungen beim Generalkapitel mit nach Hause nehmen und sie in ihrem Leben und Apostolatsdienst umsetzen. Einige Erfahrungen waren sehr konkret, andere sind weniger greifbar. Ein gemeinsamer Nenner für alle Delegierten war ein echtes Gefühl der Internationalität und der Wunsch, diese zu stärken. Die Delegierten reflektierten darüber, auf welche Weise sie das Gesicht des Evangeliums sind.
„Das Generalkapitel war für mich eine herrliche Gelegenheit, meine Kongregation und die einzelnen Provinzen und Schwestern kennen zu lernen – die verschiedenen Kulturen, Sprachen, Probleme und Freuden“, sagte Schwester Lisieux Maria aus Nordindien. „Das Generalkapitel hat mir geholfen, über meine Berufung zu dieser internationalen Gemeinschaft nachzudenken, und was sie von mir verlangt, damit ich das franziskanische Gesicht des Evangeliums sein kann“.
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